Von Ostern 2006 bis Januar 2007 mussten wir uns von drei Kätzchen verabschieden. Anouschka, Christophs Schatz, Bajara von Melanie und Reinhards kleines Meierlein haben große Lücken hinterlassen.

Die Körbchen sollten nicht leer bleiben. Mal wieder war Doro irgendwann so weit, dass Nachforschungen im Internet gemacht wurden. Alle möglichen Katzenbilder wurden den Herren der Familie vorgestellt und auch verschiedene Adressen angeschrieben. Nach einigen Irrungen und Wirrungen landeten wir natürlich wieder bei Dagmar vom Katzenheim Roquetas.

N u n - man kennt sich ja schließlich. So hatte Dagmar auch schon kleine Schätzchen für uns im Sinn. Irgendwann kamen dann die ersten Bilder.

 

  

Angesichts des Schwarznäschen sagte Christoph sofort: "Ist der cooool!" Das Kätzchen auf dem anderen Bild erkannten wir als den Doppelgänger unserer Ariane. Ob Schwarznäschen wohl noch einen anderen Kumpel hat, der nach Deutschland reisen möchte. Dem war nicht so. Außerdem war die Geschlechterfrage noch nicht gelöst. Es stellte sich dann bald heraus, das DER Coooooole eigentlich ein Mädchen ist und das ander ein Knabe im Gewand von Ariane ist.

Da die Beiden nun ich echter Freundschaft verbunden sind, wollten wir sie auf gar keinen Fall trennen. Dagmar reiste mal wieder Richtung Spanien und brachte in abenteuerlicher Fahrt einige viele Katzenseelchen mit nach Deutschland. Unsere Beiden waren dabei. Inzwischen waren sie natürlich kastriert und hatten auch einen Ausweis.

Wir stellen vor:

Carinio     angeblich geb. am 01.10.2006 und Sheila angeblich geb. am 01.01.2006

Wir waren schon sehr gespannt, was uns demnächst erwarten wird. Zunächst müssen sie sich erst mal an Deutschlands Wetter gewöhnen. Carinio hat offensichtlich während der Fahrt dauernd die Aussicht genossen und das Näschen in den Wind gehalten. Ihn ärgert ein Schnüpfchen. So kann er auch nicht geimpft werden. Wir müssen uns in Geduld üben. Doch eines Tages bekamen wir von Dagmar die erlösende Mail: "Die Beiden sitzen mit gepackten Köfferchen in Krefeld und möchten nun endlich richtige "Doro-Katzen" werden." Wie schön - jubel - freu!

Am Karfreitag, 06.04.2007  bestiegen sie die große Transportbox von Dagmar und wurden von ihr hier her gefahren. Angesichts der wunderschönen Sheila kamen mir die Tränen. Sowas Kleines hatte ich nicht erwartet. Dagmar schleppte die Box ins Wohnzimmer. Unsere "Großen" saßen in den hinteren Räumlichkeiten und genossen am Katzenbalkon die warme Sonne. Vorsichtig schlichen die beiden Neuen aus der Kiste und sahen sich um. Alles neu und fremd! Huch, und da sollen wir zuhause sein?? Überall roch es nach anderen Genossen. Wie die wohl so sind? Nach dem ersten vorsichtigen Erkunden der Wohnung kamen die Anderen ins Spiel. Welche Aufregung! Moritz ging sofort stiften. Benni war völlig fertig und knurrte, was die Kehle her gab. Ariane und Karlo waren eher gelassen und Annabell hat sich überhaupt nicht für das neue Volk interessiert.

Es war schon eine anstrengende erste Woche, die wir nur mit Feli-Friend, Feli-Way aus der Steckdose und Bachblüten überstanden haben. Am schlimmsten war Benni dran. Er hatte offensichtlich Angst, dass er jetzt nicht mehr unser großer Schatz ist. Wenn der wüsste, wie viel Platz in unseren Herzen ist.

Nun sind drei Wochen rum und die Woogen haben sich geglättet. Beide neuen Spanier brachten noch "Freunde" in ihren Ohren mit. Die Milbenbiester haben fürchterlich gejuckt und wurden natürlich fachmännisch erlegt. Das weg gekratzte Pelzchen wird hinter den Öhrchen genauso nachwachsen wie am kastrierten Sheila-Bäuchlein.

Ach ja, Namen haben sie natürlich auch ganz frische bekommen. Darf ich ´vorstellen:

Sheila Pauline von Berentraph

und

Carinio Paul von Berentraph

Leider ist Klein-Paulchen dank eines sehr panischen Arztbesuches noch/wieder etwas scheu. Eigentlich findet er Streicheleinheiten ganz toll. Andererseits weiß er natürlich nicht, was danach kommt. Etwa wieder die doofe Reisekiste???

Nun, in Sachen geduldig sein haben wir ja einige Erfahrung. Wenn man bedenkt, dass Karlo schon seit Okt 2004 bei uns ist und immer noch nicht alle Angst verloren hat.

Paulchen sieht der Ariane wirklich ziemlich ähnlich. Nur hat ER ein weißes Lätzchen, Bäuchlein und vier weiße Pfötchen mit dunkelbraunen Ballen. Sehr knuffig. so heißt es im Zweifelsfalle immer:

Zeig mir Deine Pfoten und ich sag Dir wer Du bist!

Hier nochmal für Unwissende:

links ist Paul und rechts ist Ariane

 

 

Wir sind Doro-Katzen - Ein Reisebericht von Paul und Pauline


Hallo Freunde! Heute wollen wir uns mal persönlich vorstellen. Ich bin der große Paul und erzähle die Erlebnisse von mir und meiner kleine Freundin Pauline.


Im Jahr 2006 wurden wir zwei in einem warmen Land namens Spanien geboren. Als unsere Mamas nicht mehr für uns sorgen konnten, mussten wir uns ganz alleine "durchschlagen". Das ist dort nicht immer einfach. Die Menschen mögen uns Katzies nicht so sehr. Nur wenige geben uns mal was zu essen. Die meisten Menschen scheuchen uns weg oder werfen sogar mit Steinen hinter uns her. Manche von uns werden auch gefangen und getötet. Es ist sehr traurig.

Doch eines Tages sah ich, Paul, ein kleines, süßes Katzenmädchen.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und blickte ihr gaaaanz tief in ihre schönen blauen Augen.

"Hallo Süße, willst Du mit mir gehen?", flüsterte ich. Und wisst ihr was, die Kleine kam mit mir! Gemeinsam war alles schon viel besser zu ertragen. Leider blieben unsere Bäuchlein ganz oft leer und knurrten uns an. Es musste was geschehen. Wir hörten von einem Ort, an dem schon viele Katzenseelchen wohnen, gefüttert und gestreichelt werden. Da wollten wir auch hin. So kamen wir zu Onkel Rolf.

Er entdeckte uns vor den Toren Roquetas und gab uns unsere ersten Namen. Ich hieß sofort: Nein, was schielst Du!" und meine kleine Freundin bekam den Namen: "Ach, was ist die süß!"

Das hörte sich zwar alles etwas seltsam an, aber man soll ja nicht sofort am Anfang einer Freundschaft undankbar sein. Eines Tages kam Dagmar aus Deutschland zu Besuch. Bald hörten wir sie mit ihrer lieben, leisen Stimme rufen: " Guck mal, die zwei dort, das sind ja Doro-Katzen!" Sie meinte uns! Aber, wer weiß schon was "Doro-Katzen" sind? Wir nicht. Hoffentlich ist das was Gutes. Dagmar erzählte uns von dem Land Deutschland, wo es zwar oft kälter ist als hier in Spanien, dort aber Menschen leben, die nur auf uns warten. Dagmar fuhr wieder weg und nahm einige unserer Freunde mit, die schon IHRE Familien gefunden hatten. Doch eines Tages kam sie wieder und suchte uns aus. Wir zwei, "Ach, was ist die süß" und ich, "Nein, was schielt der" durften mit vielen anderen Fellnasen nach Deutschland reisen. Wenn wir dann alle die Aufregungen überwunden hätten, erzählte uns Dagmar, dürften wir ganz bestimmt bald zu UNSEREN Menschen ziehen.

Doch zuvor sollten wir noch einen kleinen Pieks bekommen. Das sei gar nicht schlimm, wurde uns versprochen. VERRAT! Der Pieks war ja wirklich nicht schlimm - aber dann....!. Wir wurden ganz müde und schliefen tief und fest. Als wir wieder aufwachten, schmerzte mir der Popo und meiner Freundin der Bauch. Irgendwie fühlten wir uns auch so leer! Was hatte man bloß wieder mit uns gemacht. Bisher waren die doch alle sooo lieb zu uns gewesen. Das Gute an der Geschichte war, dass wir nun schönere Namen hatten. Ich sollte nun Carinio und meine Freundin Sheila heißen. Damit waren wir sehr einverstanden, packten unsere Köfferchen und fuhren mit Dagmar und ganz, ganz vielen Fellnasen unserer neuen Heimat entgegen.

Wie aufregend! Nach vielen Stunden in dem großen Auto kamen wir endlich an. Wir Beide durften bei Tante Monika wohnen. Dort hatten wir viel Zeit, um uns von der anstrengenden Reise zu erholen. Wir wurden so lieb umsorgt. Immer stand Futter und frisches Wasser für uns bereit. Spielzeug, so viel wir wollten und Kuscheldecken. Leider aber auch ein Onkel Doktor, der uns mal wieder piekste, allerdings ohne einschlafen und Bauch- oder Popo-Weh!

Als wir uns gerade an die neue Umgebung gewöhnt hatten, hieß es schon wieder Köfferchen packen. Diesmal sollte die Reise in unser wirkliches Zuhause gehen. Wir sollten nun endlich "Doro-Katzen" werden. Tante Monika streichelte uns noch mal ganz lieb und gab uns Kuscheldecken, Spieli und Leckerchen mit. Dann hieß es Abschied nehmen.

Auf der langen Fahrt in unsere neue Heimat erzählte uns Dagmar von unserer neuen Familie und wie sehr sich alle auf uns freuen. Die Zweibein-Katze war ja wirklich ganz lieb und hatte Wässerchen in den Augen, als sie uns sah. Wir stiegen ganz vorsichtig aus unserem Korb und sahen uns um. Alles war für uns bereit, Spielzeug, Fütterchen, Wasser und streichelnde Hände. Doch dann kam die böse Überraschung: Unsere Näschen hatten uns schon gemeldet, dass hier noch mehr Spielkameraden sind. Eigentlich ganz toll. Doch dann kam ein weißes, knurrendes und fauchendes Kater-Untier auf uns zu. Ein schwarzer, dicker Kater folgte und flüchtete sofort. Die drei anderen Kameraden waren eigentlich ganz freundlich. Bald wussten wir, mit wem wir es zu tun hatten: Benni, der weiße Schreckenskater und der schwarze, etwas scheue Moritz. Ariane und Karlo (auch aus Roquetas) und die alte Annabell. Viele Tage keifte uns Benni an. Moritz war einfach nur vorsichtig, verliebte sich aber ganz schnell in Sheila. Wenn er ihr "Köpfchen" gibt, fällt die Kleine fast um. Ich hingegen hatte mir den Benni zum Kuschelkissen ausgesucht. Ausgerechnet den großen Motzer. Aber er konnte mir einfach nicht widerstehen.

Doro, unsere Zweibein-Mama und der Zweibein-Papa Reinhard, waren und sind immer für uns alle da. Sie passen auf uns auf und helfen uns Allen bei der Verständigung.

Inzwischen ist es hier ganz wunderschön. Wir teilen uns alles und kuscheln so schön miteinander. Streicheln finden wir toll und unsere neuen Kameraden sind auch jetzt ganz lieb. Ariane sieht übrigens fast so aus wie ich. Seeeehr praktisch: wenn wir Unsinn machen, weiß keiner, wer es war. Man muss nur immer unschuldig gucken!!! - Hihi!

Ach ja, ich habe ja noch gar nicht gesagt, dass wir dann ganz schnell wieder mal neue Namen bekamen. Ich heiße jetzt nämlich Carinio "Paul" von Berentraph und meine kleine Freundin Sheila "Pauline" von Berentraph. Hört sich ja unbedingt sehr edel an.

Außerdem sind wir Liebelein, Schatzi, Mäusebär, Herzelchen, Pauli, Bärchen, Linchen, Li-Lin oder was immer unseren Zweibeinern an lieben Worten einfällt.

Und alle Zusammen sind wir eben "Doro-Katzen".

Ganz zum Schluss muss ich aber noch ganz besonders den vielen Menschen "Danke sagen", die uns geholfen haben, unsere Familie zu finden. Toll, das es Euch gibt!



Es grüßen herzlich: Paulinchen und Paul



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